18.03.2025
Verbände fordern von neuer Regierung Reformen im Familienrecht
21 zivilgesellschaftliche Verbände fordern von der künftigen Bundesregierung Reformen im Familienrecht. Sie verlangen unter anderem mehr Schutz vor Gewalt in Sorge- und Umgangsfragen oder in Verfahren vor den Familiengerichten. So dürfe ein gemeinsames Sorgerecht in Fällen von Gewalt gegenüber dem Kind und der Partnerin oder dem Partner nicht in Betracht kommen, wie es am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung der Verbände heißt. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderen das Deutsche Kinderhilfswerk, der Deutsche Frauenrat, die Arbeiterwohlfahrt, die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie, der Familienbund der Katholiken und der Sozialdienst katholischer Frauen.
Auch sollten alle Betreuungsmodelle rechtlich gleichwertig behandelt werden. "Das Wechselmodell als Leitbild einzuführen, lehnen wir entschieden ab", heißt es. Die Verbände fordern weiter, die Beratungsangebote für Eltern in Fragen von Sorge- und Betreuungsvereinbarungen auszubauen. Das Unterhaltsrecht müsse so reformiert werden, dass etwa das Existenzminimum des Kindes in beiden Haushalten nicht unterschritten werde. Insgesamt sollten die Stimme der Kinder und das Kindeswohl im Mittelpunkt stehen. "Im Zweifel müssen die Interessen der Erwachsenen dahinter zurücktreten", betonen die Verbände. (KNA)
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